3—VW T3 Schiebefenster zusammenbauen

     Wie auf den Seiten über Dumbo und seine Entstehung zu sehen, haben wir die hinteren Fenster rundherum schwarz getönt. Die beiden mittleren Fenster sollten Schiebefenster sein, damit wir diese beim Campen auch mal öffnen können. Optisch fanden wir allerdings die Alurahmen der Schiebefenster nicht so schön. Es gibt die Schiebefenster auch mit schwarzem Rahmen bei den Sondermodellen (LLE, Bluestar, etc.), die sind aber recht teuer.  

 

    Deshalb haben wir die etwas günstigeren Standardschiebefenster gebraucht gekauft und nach einer Anleitung aus dem forumvwbus zerlegt. Die Anleitung ist leider nicht mehr online, das Zerlegen funktioniert aber logischerweise in umgekehrter Reihgenfolge wie der hier beschriebene Zusammenbau. Man beginnt mit dem Entfernen der beweglichen Scheibe und zerlegt dann den Rahmen. Dabei ist doch einiges an “sanfter” Gewalt erforderlich, trotzdem darf an den Aluteilen nichts verbogen werden… also vorsichtig arbeiten und zwischen Werkzeuge und Scheibenteile immer etwas zwischenlegen (z.B. Lappen, Holz- oder Kunststoffklötzchen, etc.).

 

    Nach dem Zerlegen haben wir sämtliche Aluteile zum Pulverbeschichter gegeben, das Ergebnis ist oben zu sehen. 
Die Bürstendichtungen gab es noch neu bei VW zu kaufen (Stand Anfang 2008), leider gibt es die kleinen Plastikteile in der Führung der beweglichen Scheibe nicht mehr bei VW (also beim Ausbau möglichst nicht zerstören, sondern vorsichtig aus der Führung fummeln). Die beiden Scheiben haben wir vorab mit Tönungsfolie beklebt. Dann ging es an den Zusammenbau:

 

    Erstmal die Pulverbeschichtung am Rahmenstoß entfernen.


Die breite Nut ist die Aussenseite des Fensters, der Rahmenstoß ist zum Wagenheck ausgerichtet. Beim Einbau der Scheibe am Fahrzeug haben wir gemerkt, dass das Fenster aufgrund der Pulverbeschichtung nur noch sehr schwer in die Karosserie einzusetzen ist, vielleicht wäre es besser gewesen, die Beschichtung umlaufend um den ganzen Rahmen zu beseitigen. Es ging aber auch so, wobei wir jedoch erstmal zwei Dichtungen beschädigt haben bis es geklappt hat.

  

 

    Als nächstes die Bürstendichtung in die Nuten einführen und einfach mit einer Schere ablängen.

  

 

    Dann die senkrechte Führung an der feststehenden Scheibe ansetzen, aufdrücken und mit sanfter “Gewalt” auf die Scheibe “hämmern”.


Ich habe diese Schiene nur aufgesetzt und nicht verklebt… Sie sitzt auch so sehr fest auf der Scheibe.

  

 

    Die waagerechte Führung an der beweglichen Scheibe auf gleiche Weise anbringen und die Plastikführungen mit etwas PU-Kleber einsetzen (ich habe einfach Karosseriekleber benutzt).

Die waagerechte Führungsschiene sitzt auf der “eckigen” Seite der Scheibe bündig und auf der abgerundeten Seite, wo der Griff sitzt bleibt die Scheibe frei.

  

 

    Dann kann die Bürstendichtung in das Führungsstück für die bewegliche Scheibe eingesetzt werden.


An der Seite, die in den Rahmen zeigt, die Bürstendichtung etwas länger stehen lassen, da sie sich sonst mit der Scheibenbewegung hin und her schiebt. So stößt sie in den Rahmen und bleibt an Ort und Stelle.

 

  

    Den PU-Kleber in die schmale Nut für die feststehende Scheibe und die Führungsleiste für die bewegliche Scheibe einbringen. Dort sollte man nicht sparsam sein, sondern soviel Kleber reindrücken, dass beim Einsetzen der Scheibe eine kleine Kleberwulst auf beiden Seiten aus der Führung quillt. Dann die Führungsleiste und die feststehende Scheibe einsetzen.

Ich habe, bevor ich den Rahmen vollständig zusammengedrückt habe, die bewegliche Scheibe ebenfalls eingesetzt (ohne die obere Dichtung).
Dann den Rahmen endgültig zusammendrücken.

 

Wichtig ist dabei, dass die feststehende Scheibe rundherum vollständig in die Rahmennut eingepresst wird, da sonst die Passgenauigkeit des gesamten Fensters nicht mehr gegeben ist. 

Anschließend alles gut verspannen.


Das kann man sicherlich auch “professioneller” machen, mir hat das aber so gereicht, wie gesagt: Hauptsache die feststehende Scheibe sitzt voll in der Nut, dann passt auch das Fenster wieder.

 

  

    Einen Tag später die obere Dichtung wieder einschieben und den Gummianschlag einsetzen.


Es hilft dabei, die bewegliche Scheibe immer ein Stück mit der Dichtung zusammen weiter zu schieben.

 

  

    Zum Schluss noch den Griff wieder anschrauben.

 

FERTIG!!! 

 

  

    Die Scheibe dann wie jede andere Scheibe am Bus einsetzen.

 

  

    Insgesamt schon ein bisschen Arbeit, aber auch eine günstigere Alternative zu den Fenstern mit schwarzem Rahmen ab Werk. Ausserdem hatten wir die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe nur in der Klarglasausführung (die originalen mit schwarzem Rahmen haben bereits ab Werk eine Grüntönung) und somit hätte die Tönungsfolie bei den Colorglasscheiben eine andere Färbung erzeugt. Das haben wir so ebenfalls umgangen.

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